Viena Latina war ein partizipatives Projekt mit dem Ziel, die Geschichte und Erinnerung lateinamerikanische und karibische Einwanderung nach Wien seit 1945 sichtbar zu machen. Co-finanziert vom EU-Programm CERV und unterstützt von lateinamerikanischen Netzwerken, wurde es von 2024 bis 2026 vom Österreichischen Lateinamerika-Institut, dem Wien Museum und der Akademie der Bildenden Künste Wien durchgeführt.

Mit verschiedenen Methoden sammelte ein großes Team aus Expert*innen und Citizen Scientists diverse Spuren migrantischer Erfahrungen, reflektierte diese in zahlreichen Workshops und machte sie durch ein digitales Archiv, Ausstellungen und Veranstaltungen der Öffentlichkeit zugänglich.

In insgesamt 28 offiziellen und zahlreichen kleineren Veranstaltungen und Einzelterminenführten wir lebensgeschichtliche Interviews, sammelten Fotos und Dokumente für das Archiv und erkundeten in Stadtspaziergängen sowie mit Foto-Workshops den Lebensraum lateinamerikanischer Communities. Während der letzten Monate des Projekts zeigte das Wien Museum die Ausstellung „Viena Latina – Leben zwischen den Welten“ und produzierte die Veranstaltungsreihe „Frühling der Erinnerung“, durch die zentrale Ergebnisse des Projektes einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Viena Latina verwirklichte diese Ziele FÜR und MIT den lateinamerikanischen und karibischen Communities von Wien. Menschen aus über 20 Herkunftsländern, verschiedenen Geschlechts, unterschiedlicher Generationen und sozialer Hintergründe waren aufgerufen, ihre individuelle und kollektive Erinnerung zu artikulieren und zu einem sichtbaren Teil der Wiener Erinnerungslandschaft zu machen.^

Auf dieser Webseite sind Viena Latinas Methoden, Veranstaltungen und Ergebnisse dokumentiert. Seit Juli 2026 wird diese Arbeit von einem Verein weiterentwickelt, den Citizen Scientists des Projekts als Plattform für Erinnerung und Gegenwart der lateinamerikanischen und karibischen Communities in Wien gegründet haben: www.vienalatina.com.