Stadtspaziergänge
Paseos Urbanos de Viena Latina
Das Projekt „Paseos Urbanos de Viena Latina“ entstand als Initiative zur Gestaltung von Stadtrundgängen, die die Geschichte der lateinamerikanischen und karibischen Migration nach Wien erzählen.
Zu diesem Zweck hatten wir die Aufgabe, mehr als 70 Interviews anzuhören, in denen spezifische Fragen zu Erfahrungen im Zusammenhang mit bestimmten Orten der Stadt gestellt wurden. Orte, die aus unterschiedlichen Gründen das Leben der Befragten geprägt haben. Orte der Arbeit und der persönlichen Entfaltung, Orte der Freizeitgestaltung und des kulturellen Lebens, Orte, die mit politischer Bildung und der Ausübung von Demokratie verbunden sind, Orte, die von diskriminierenden Erfahrungen geprägt waren, und zugleich Orte, an denen eine emotionale Bindung zur Stadt entstand, die es ermöglichte, dort ein Lebensprojekt zu verwirklichen.
Nach monatelangem Zuhören und der Auswertung der Interviews ist es uns gelungen, diese Geschichten zu visualisieren und sie in drei Routen mit spezifischen Themen einzuordnen. Die Routen beinhalten partizipative Momente, in denen versucht wird, einen Dialog mit dem Publikum und dessen eigenen Erfahrungen mit der lateinamerikanischen und karibischen Welt in Wien anzuregen.
Im Folgenden präsentieren wir Ihnen eine Zusammenfassung und die Dokumentation der Rundgänge, die zwischen August und Oktober 2025 stattfanden. Wir laden Sie ein, das zu jedem Rundgang gehörende Bildungsmaterial anzusehen und herunterzuladen sowie sich über die kommenden „Paseos Urbanos“ des Vereins „Viena Latina“ auf dem Laufenden zu halten.Mehr dazu unter: https://vienalatina.com/ | https://www.instagram.com/viena.latina/
Ankunft, Arbeit, Widerstand und Freizeit
Die Donau und ihre Umgebung sind seit jeher ein fruchtbarer Boden für viele lateinamerikanische Vorhaben. Andererseits bedeutet die Ankunft und das bleiben in dieser Stadt auch, dass man die mit Integrationsprozessen verbundene Bürokratie „überstehen“ muss. Wir laden dich zu einem Stadtrundgang ein, bei dem die Erfahrungen vieler Menschen erzählt werden, die wie das Wasser der Donau in die Stadt gekommen sind, um Spuren zu hinterlassen und weiterzufließen. > weiter lesen
Erfolgreiche Rezepte: Märkte, Festivals, Gemeinschaftsräume.
Das pulsierende Leben, das wir auf Märkten, in Diskotheken, auf Filmfestivals und in Gemeinschaftsräumen vorfinden, steht im Kontrast zur Stille, die vor allem an Wiener Winterabenden herrscht. Diese Orte sind ein Beispiel dafür, wie Transkulturalität und Solidarität zwischen verschiedenen Migrant:innengruppen eine Alternative bieten, um Momente der Einsamkeit zu überwinden. Wir laden dich ein, an diesem Stadtrundgang teilzunehmen und diese kulturellen Orte kennenzulernen, die das Leben so vieler Menschen geprägt und dieser Stadt Freude gebracht haben. > weiter lesen
Die Stadt und ihre Denkmäler erobern: Das Recht, die Stimme zu erheben
Der Wunsch, die Geschichte und diejenigen, die sie geschrieben haben, zu hinterfragen, hat sich wiederholt in vielen Städten der Welt gezeigt. Wien war keine Ausnahme. Die Proteste „Ni una menos” (Nicht eine weniger), „Black Lives Matter”, die antikolonialen Gemeinschaftstreffen und die Demonstrationen für die Rechte der LGTBQ+-Gemeinschaft haben uns dazu gebracht, die Stadt aus der Perspektive derer zu verstehen, die jahrhundertelang zum Schweigen gebracht wurden. Wir laden Sie ein zu diesem Stadtspaziergang, der uns an die Schauplätze verschiedener Aktivismen während der letzten Jahren führt. > weiter lesen
Dieses Projekt ist das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit von Carla Bobadilla und den Citizen Scientists: Tamia Alcázar, Tania Barberena, Paola Castellanos, Elva Diewald, Brigitte Ghafouri-Schmidt, Angie González, Leticia Tlatelpa, Juan Muñoz, Natalia Muñoz, Ariela Oliveira, Sandra Restrepo, Elena Ritschard, Pamela Sánchez, Mariana Zerpa.



