Stadtspaziergänge

© Marisel Orellana Bongola
Praterstern Dieser Verkehrsknotenpunkt ist ein strategischer Mit-telpunkt der Stadt, an dem verschiedene öffentliche Verkehrsmittel zusammenlaufen. Auf der einen Seite befindet sich der 1873 eröffnete Vergnügungspark Prater, der für sein Wahrzeichen, das Riesenrad, und die bedauerlichen Menschenzoos namens “Völker-schau“, die hier Ende des 19. Jahrhunderts stattge-funden haben, bekannt ist. Das Denkmal, vor dem wir stehen, ist eine Hommage an den Admiral der k.u.k Monarchie Tegetthoff (1827-1871), der auf der Fregatte Novara die Leiche des verstorbenen Erzherzogs Ferdinand Maximilian aus Mexiko zurückbrachte.

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Donauinsel Die Donauinsel ist ein künstlicher Landstreifen, der zwischen 1972 und 1987 zum Schutz vor Überschwemmungen durch die Donau angelegt wurde, sich aber zu einem der wichtigsten öffentlichen Erholungsgebiete Wiens entwickelt hat. Für die lateinamerikanische und karibische Gemeinschaften ist die Insel ein Zufluchtsort unter freiem Himmel. Hier werden Geburtstage gefeiert und Grillpartys veranstaltet, es wird getrommelt und in verschiedenen Sprachen gesungen. Von hier aus kann man den Mexiko-Platz sehen, der seinen Namen in Erinnerung an den Widerstand des Mexikos gegen den „Anschluss“ Österreichs an das „Deutsche Reich” erhielt.

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CopaBeach una Copa Cagrana Diese Erholungsgebiete an der Donau verbinden Stadtstrand, internationale Gastronomie und Nachtleben unter freiem Himmel. Sie sind besonders im Sommer beliebte Treffpunkte mit Bars, Restaurants und Orten, an denen an manchen Tagen mehr Spanisch und Portugiesisch als Deutsch gesprochen wird. Die Ponte Cagrana ist eine schwimmende Fußgängerbrücke, die beide Ufer verbindet und einen spektakulären Blick aus der Mitte der „Neuen Donau“ bietet.

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Donaucity-Kirche Christus, Hoffnung der Welt Erbaut im Jahr 2000 vom Architekten und vielfachem Architekturpreisträger Heinz Tesar. Wir haben sie in diese Route aufgenommen, weil sie stellvertretend für die Kirchen Wiens als Treffpunkt der lateiname-rikanischen und karibischen Gemeinschaften steht. Zusammen mit anderen Kirchen in der Stadt ist sie ein spiritueller Ort, der offen ist für kulturelle und sprachliche Vielfalt. Hier finden Messen in Spanisch und Portugiesisch, Novenen und ökumenische Treffen für Migrant:innen statt. Orte wie dieser ermöglichen es den Menschen, sich Woche für Woche zu treffen und sowohl emotionale, als auch materielle Bedürfnisse auszutauschen.

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Donaupark – Büste von Salvador Allende Im Jahr 2005 wurde die Büste zu Ehren des chilenischen Präsidenten Salvador Allende eingeweiht. Die Initiative zum Bau dieses Denkmals ging von in Österreich lebenden chilenischen Familien aus. Der chilenische Künstler Jaime Carvajal wurde mit der Umsetzung beauftragt. Hier sehen wir ein Beispiel für Selbstverwaltung, Beharrlichkeit und den Wunsch, Spuren in der Stadt zu hinterlassen.

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Lateinamerika-Karibik-Platz Der Name wurde 2016 auf Initiative einer Gruppe lateinamerikanischer und karibischer Botschafter sowie lokaler Politiker vergeben. In diesem Teil des Donauparks stehen Büsten von elf bedeutenden Persönlichkeiten der Ge-schichte des Kontinents, darunter José de San Martín und Simón Bolívar. Wir laden dich ein, auch all der Frauen zu gedenken, die an der Spitze von Akti-vistenbewegungen stehen und indigene Völker vertreten und sich bis heute für die Rechte und Anerkennung ihrer Völker einsetzen.
